Natürlich ist er tolerant.
Natürlich hält er sich für tolerant.
Jeder hält sich für tolerant.
Toleranz heißt, akzeptieren wie das Gegenüber ist.
In seinem Denken, seinem Sein, seinem Aussehen, seiner Gestik, seiner Mimik, seiner Sprache, seinem Dialekt, seinem Geschlecht, seiner Sexualität, seinen Leidenschaften, seinen Lastern.
Utopie kommt ihm in den Sinn.
Er wäre gerne tolerant, „... aber wer sich so anzieht ...".
Natürlich ist er unvoreingenommen.
Natürlich hält er sich für unvoreingenommen.
Unvoreingenommenheit ist die Voraussetzung für und Folge der Toleranz.
Wenige Leute sind unvoreingenommen.
Das moderne Leben überredet sie dazu und ihre Faulheit nickt.
Ihre Klischees dominieren sie.
Klischees sind wichtig.
Sie helfen, sich im modernen Leben zu Recht zu finden.
Klischees sind Schubladen.
Ihr Öffnen sozialer Instinkt.
Autofahren ist Instinkthandeln.
Der Instinkt lässt ihn am Baum kleben, während das Reh lebt.
Instinkte töten.
Vielleicht wartet die blondierte Lidl Kasse gerade auf Antwort von Diogenes:
„Die Verneinung des Kleinsten
– Warum Demokrit Unrecht hatte
und der Zug bei den Strings nicht anhalten muss.“
Er würde zu Recht dagegen wetten
aber ist verblüfft durch erneute 0 aus 49.
„Irgendwann muss doch…“
Nein! Es muss nicht!
Streichholz und Suche nach der Kasse.
Klischees sind Instinkt.
Instinkte sind Regeln für den Umgang mit der Masse,
nicht der Ausnahme.
Die Realität kennt Ausnahmen.
Die Realität definiert sich durch Ausnahmen.
Alles, was besonders ist, ist Ausnahme.
Klischees schaffen Grenzen.
Wasserstoff schafft Grenzen.
Das Band an der Kasse schafft Grenzen.
Unvoreingenommenheit erlässt Visa.
Toleranz heißt Schengen.
Klischees wollen ordnen. Ordnen in Schubladen.
Auch das, was nicht zugeordnet werden kann.
Ausnahmen können nicht zugeordnet werden, weil sie besonders sind.
Das erkennen die Klischees nicht.
Und zwängen das Besondere in eine Schublade des Normalen.
Klischees ziehen Schlüsse.
Schlüsse aus der Zuordnung zu der Schublade.
Vorgefertigte Schlüsse.
Unreflektierte Schlüsse.
Nicht-individualisierbare Schlüsse.
Nie ganz richtige Schlüsse.
Äußerst falsche Schlüsse, wenn sie auf das Besondere treffen.
Unvoreingenommenheit heißt, die Schublade nicht zu schließen.
Heißt, Offenheit für einen Wechsel der Schublade bereit zu halten.
Seine Meinung ändern zu können, dazulernen zu können.
Zu Erkennen, dass das Besondere in keine Schublade passt.
Oder in viele gleichzeitig.
Nur das Banale liegt in einer einzigen Schublade richtig.
Das Besondere zu erkennen bedeutet, unvoreingenommen zu sein.
Unvoreingenommen zu sein bedeutet, Chancen zu geben.
Toleranz heißt, dass die Schublade egal ist.
Heißt vielleicht, keine Schubladen zu besitzen.
Die gesellschaftlich vorgefertigten nicht zu benutzen.
Sie zu hinterfragen oder einfach zu ignorieren.
Das Gegenüber immer als Individuum zu begreifen.
Und die Einzigartigkeit des Individuums zu respektieren.
Toleranz ist Instinkt ...oder harte Arbeit.
Nicht jeder kann jeder Arbeit nachgehen.
Es gibt Naturtalente.
Aber es darf keine Ausrede sein.
Nicht jeder kann die Zeit relativieren.
Trotzdem wollen sie viele verstehen.
Und anwenden.
Durch harte Arbeit.
Toleranz bedarf Befähigung… Geist.
Es kann jedoch befähigt werden.
Es kann gelernt werden.
Von anderen.
Von Patentamtsangestellten.
Intoleranz ist, nicht zu verstehen.
Ist, die Position nicht wechseln zu können …oder zu wollen.
Weil die eigene bekannt ist.
Weil die eigene sicher ist.
Von Innen.
Weil die andere die eigene von Außen betrachten würde.
In Frage stellen würde.
Und Intoleranz erzeugen könnte.
Sich selbst gegenüber.
Angst.
Sich selbst nicht tolerieren zu können.
Die eigene Fratze zu sehen.
Intoleranz ist Egomanie.
Ist Zentrierung des Selbst.
Unwissenheit, um die Endlosigkeit der Zentren.
Jeder Mensch ist Zentrum.
Zentrum der eigenen Egomanie.
Das Bewusstsein macht den Unterschied.
Bewusstsein erhofft Toleranz.
Werte liegen in den Zentren.
Werte sind Inertialsysteme.
Das eine ist ohne das andere nichts.
Und doch wissen sie nichts voneinander.
Intoleranz ist fehlende Erkenntnis.
Intoleranz ist Ignoranz.
Kann es sein.
Beim zur Befähigung Fähigen.
Ist, die Lebenswelt nicht zu antizipieren.
Sie nicht zu sehen.
Um Ihre Existenz nicht zu wissen.
Beim Unfähigen.
Nicht wissen zu wollen.
Beim Fähigen.
Intoleranz ist Faulheit ...ist einfach.
Einfacher ...als Toleranz.
Toleranz ist harte Arbeit.
Zu erkennen.
Zu antizipieren.
Zu verstehen.
Anzuwenden.
Und den Blick zu wechseln.
Toleranz ist Mut.
Mut nicht toleriert zu werden,
weil man toleriert.
weil andere den Unterschied nicht sehen.
Den Unterschied zwischen Sein und Toleranz.
Toleranz ist wichtig.
Für die Menschen.
Für die Gesellschaft.
Für jede Gesellschaft.
Für den Frieden. Zwischen den Gesellschaften.
Für die Zufriedenheit. Innerhalb der Gesellschaften.
Für das Glück. Von allen.
Doch Toleranz hat einen Fehler.
Sie Bedarf der Vernunft. Der Vernunft von ALLEN.
Der Starke kann in Vorleistung gehen.
Er kann dem Unvernünftigen Zeit zur Einsicht geben.
Er kann tolerieren, ohne toleriert zu werden.
Er kann die Wange hinhalten.
Die eine und die andere. Ein um das andere Mal.
Er hält sie hin. Obwohl er der Starke ist.
Er kann Sie hinhalten. Weil er der Starke ist.
Aber wenn die Einsicht ausbleibt, weil die Vernunft nicht vorhanden ist.
Weil Werte existieren, die stärker sind als die Vernunft.
Weil Werte existieren, die ihre eigene Vernunft definieren.
Eine Vernunft in der Beschränktheit ihres Inertialsystems.
Dann beginnt die Einsicht zu bröseln.
Dann wird an der Vernunft gezweifelt.
Dann hat es die Unvernunft geschafft.
Dann wird der Starke schwach.
Dann ist es erreicht.
Das Ende der Toleranz.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen